MDR muss Moderatorin in Schutz nehmen!

//MDR muss Moderatorin in Schutz nehmen!

MDR muss Moderatorin in Schutz nehmen!

Die AM Sachsen hat den MDR aufgefordert, seine Journalistin Wiebke Binder offensiv in Schutz zu nehmen. Die weichgespülte Formulierung, dass es „unter dem enormen Stress einer Live-Sendung bei einer solchen Doppelwahl mit ständig neuen Ergebnissen und wechselnden Konstellationen“ schon mal „zu Missverständnissen kommen“ und „Unschärfen passieren“ können, ist sowohl ein Affront gegen die Moderatorin, die betroffene AfD und erst recht knapp 28 % der Wähler.

Wenn ein aus dem Wahlergebnis heraus völlig selbstverständlicher Interviewimpuls an die Adresse der CDU, dass mit der AfD eine stabile bürgerliche Zweierkoalition möglich wäre, nicht nur zu unerträglicher Kollegenschelte führt, sondern gar zu Kritik von CDU und SPD gleichermaßen, hat Binder genau das realisiert, wofür sie vom Gebührenzahler bezahlt wird: freie, sachliche Berichterstattung. Die AfD jetzt als nichtbürgerlich zu verunglimpfen, der Moderatorin per Hetzkampagne gar eine „AfD-Nähe“ zu unterstellen, zeigt leider, wie sich die Maßstäbe von Qualitätsjournalismus in diesem Land bereits verschoben haben.

Die AfD ist genau die bürgerlich-konservative Partei, die die CDU schon lange nicht mehr ist, das haben ca. 226.000 Sachsen auch so gesehen. Eine andere Interpretation kann sich bei der Lektüre unseres Regierungsprogramms auch gar nicht einstellen: die Positionen einschließlich der zur Zuwanderung entsprechen denen der CDU vor 20 Jahren. Dass bspw. der öffentlich-rechtliche Journalist Arndt Henze weder die einen noch die anderen kennt und daher dem MDR unterstellt, „die Grenzen nach ganz rechts“ zu verschieben, ist bereits ein Armutszeugnis.

Aber wenn MDR-Chefredakteur Torsten Peuker zu BILD sagt, dass es sich „klar um einen Versprecher, für den wir uns entschuldigen“, handele, bestärkt er genau diese völlig ungerechtfertigte Kritik. Die AfD bürgerlich zu nennen ist weder ein Missverständnis noch eine Unschärfe, sondern eine Tatsache, die langsam ins Bewusstsein aller Journalisten eindringen sollte, die sich getreu Hajo Friedrichs „mit keiner Sache gemein“ machen. Bei einer anderen Sichtweise sollten sie den Job wechseln.

Von |2019-09-02T17:21:48+00:00September 2nd, 2019|Aktuelle Mitteilungen|0 Kommentare

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