AM Sachsen: Leipziger Studenten in der Tradition der Faschisten!

//AM Sachsen: Leipziger Studenten in der Tradition der Faschisten!

AM Sachsen: Leipziger Studenten in der Tradition der Faschisten!

Die AM Sachsen hat dem Leipziger Studentenrat faschistoides Verhalten vorgeworfen. Hintergrund: während „die im Landtag vertretenen demokratischen Parteien und die FDP“ 15 Wahlprüfsteine WPS „zu den Themen Lehrer*innenbildung und Bildungspolitik“ erhielten, wurde die AfD ausgegrenzt. Begründung: die AfD hätte sich „in Einzelpositionen aber auch im Gesamten so weit von einer offenen und demokratischen Gesellschaft abseits positioniert, dass wir der Partei keinerlei Öffentlichkeit zur Verfügung stellen möchten“ [sic!]. Im Anschreiben, mit dem die WPS an die Studenten versendet wurden, fand sich gar die Bezeichnung „Nazis“.

Das ist ebenso totalitär wie geschichtsvergessen. Wenn künftige Lehrer eine Partei als „Nazis“ ausgrenzen, die in sämtlichen Parlamenten von der EU bis zum Gemeinderat sitzt, Sacharbeit auf dem Gebiet der Bildungspolitik leistet und niemanden wegen seiner „Rasse“ abwertet oder gar vernichtet, zeugt das von einer ideologischen Arroganz und Anmaßung, die für die Bildung kommender Generationen das Schlimmste befürchten lässt. Den Gipfel der Geschichtsvergessenheit bildet der schwarz-weiß-rot gehaltene Flyer „Geh wählen“ mit der Fraktur-Unterzeile „Die Anderen tun’s auch“ [sic!]: nicht die von Hitler 1941 abgesetzte „Fraktur“, sondern die „Antiqua“ war die Schrift des 3. Reiches.

Es zeugt zudem von kompletter Unkenntnis, denn beim Lesen unseres Regierungsprogramms haben weder der „Spiegel“ als Sturmgeschütz der Demokratie noch ein anderes Presseorgan Passagen ausgemacht, die eine solche Einschätzung auch nur ansatzweise rechtfertigten. Im Gegenteil: mit unseren Forderungen nach einer Bildungsempfehlung von 1,5, der verbindlichen Einführung des systematischen Fibelansatzes mit der Schulausgangsschrift oder dem Prüfauftrag nach Wiedererrichtung einer Pädagogischen Hochschule sowie weiteren Forderungen hat der Landesverband seine Bildungskompetenz ausdrücklich unter Beweis gestellt. Eine Kompetenz, die auch der Landesfachausschuss mit 15 Professoren, Doktoren, Schulleitern und Lehrern widerspiegelt.

Der StuRa-Lehramtsreferent Felix Fink, der zwar Orthographie und Kommasetzung nicht beherrscht, aber die Bundeswehr aus den Schulen verbannen will und „Zensuren als Hindernis einer emanzipatorischen Gesellschaft“ versteht, entpuppt sich damit als lupenreiner Antidemokrat, dem der Beutelsbacher Konsens am Allerwertesten vorbeigeht. Er bedient ein zunehmend verbreitetes Argumentationsmuster, das in Nichtargumentation besteht. So sah zuletzt der Vizepräsident des deutschen PEN-Zentrums, ein Reisejournalist namens Ralf Nestmeyer, „keine Veranlassung für eine direkte Interaktion mit der Neuen Rechten. Wir wollen nicht in einen Dialog treten, weil deren Agitation nicht des Dialogs würdig ist.”

Das ist für eine Demokratie verheerend und beweist erneut die Richtigkeit des Tellkamp’schen Vorwurfs von Gesinnungskorridoren. Einerseits maßen sich Studenten an, mit ganz wenig Ahnung sehr viel Meinung zu haben, wie erst diese Woche die Vorgänge um Jörg Baberowski und das Interdisziplinäre Zentrum für vergleichende Diktaturforschung an der Berliner Humboldt-Uni zeigten. Andererseits sah sich selbst US-Präsident Donald Trump inzwischen genötigt, ein Dekret über die Redefreiheit an Universitäten zu unterzeichnen – was nicht nur „Wissenschaftler“ wie der akademische Leiter der Universität Chicago, Daniel Diermeier, für einen Fehler hielt, sondern hierzulande verschiedentlich auch zu Schlagzeilen wie „Trump will Universitäten zur Redefreiheit zwingen“ führte. Das ist kein Witz. Diese geradezu bizarre akademische Unfreiheit wird die AfD beenden!

Von |2019-08-21T15:05:42+00:00August 21st, 2019|Aktuelle Mitteilungen|0 Kommentare

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