AM Sachsen: bei Widmann-Mauz paaren sich Dummheit und politische Korrektheit!

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AM Sachsen: bei Widmann-Mauz paaren sich Dummheit und politische Korrektheit!

Die AM Sachsen hat der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), vorgeworfen, Dummheit mit politischer Korrektheit zu paaren. Anlass ist ein Tweet der Ministerin in der Diskussion über die Besetzung der Hauptfigur mit der farbigen US-amerikanischen Schauspielerin Halle Bailey in einer Disney-Realverfilmung von „Arielle, die Meerjungfrau“. Wer die Gesetze der Physik, genauer gesagt der Optik, zugunsten eines politisch korrekten Integrationsbilds außer Kraft setzt, weil er sie offenbar gar nicht kennt, hat sich für sein Amt disqualifiziert.

Der große dänische Erzähler Hans Christian Andersen veröffentlichte sein Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ 1837 – eine Fantasiefigur, die natürlich nach menschlichen, in diesem Falle mitteleuropäischen Maßstäben geschaffen wurde. Alle Verfilmungen auch in den USA, u.a. als Realfigur „Mermaid“ mit Shirley Temple (1961) oder als Trickfigur „Arielle“ (1989), halten sich trotz teilweise deutlich von der Vorlage abweichender Handlung beim Erscheinungsbild der Hauptfigur an Andersens Werk: rotes Haar, grüne Augen und blasse Haut. Das kann auch nicht anders sein, da einerseits die optische Filterwirkung des Wassers bereits nach wenigen Metern alles blaugrau wirken lässt und andererseits das fehlende Sonnenlicht unter Wasser keine Rötung/Bräunung der Haut zulässt. Farben sind unterwasser nur mit Kunstlicht sichtbar. Auch alle in- und ausländischen Illustratoren von Arthur Rackham über Ivan Bilibin bis Lisbeth Zwerger folgten nicht nur aus Gründen des gesunden Menschenverstands dieser Darstellung.

Dass die farbige Besetzung nun verständliche kulturelle Diskussionen auslöst, zumal sich Disney bei Realverfilmungen anderer Zeichentrickfilmen wie „Aladdin“ oder „Die Schöne und das Biest“ am Erscheinungsbild der Figuren aus den Originalwerken orientierte, ist verständlich und hat nichts mit Rassismus zu tun. Im Gegenteil: da Rothaarige gegenüber Farbigen eine Minderheit bilden, könnte man an Disney wiederum Diskriminierungsvorwürfe richten. Wenn nun aber Widmann-Maunz am 4. Juli twittert: „Geht’s noch?! Unter Wasser gibt es alle Farben. Sieht man zum Beispiel im Film Nemo“, dann ist das intellektuell verstörend. Bezieht die Ministerin ihr naturwissenschaftliches Wissen aus Animationsfilmen für Kinder mit sprechenden Fischen?

Beide Vorgänge – sowohl die Besetzung in den USA als auch deren Verteidigung in Deutschland – zeigen, wie sehr zugunsten politischer Korrektheit nicht nur alle kulturellen Traditionen dekonstruiert, sinnentleert und zerstört, sondern auch alle wissenschaftlichen Erkenntnisse negiert werden. Da muss man auch Pocahontas von einer Chinesin, Tiana von einer Weißen oder gar Mulan von einem afrikanischen Jungen spielen lassen. Selbst Rapunzel dürfte dann politisch korrekt von einer glatzköpfigen Schauspielerin verkörpert werden.

Das Korrektheitsniveau entspricht unter umgekehrtem Vorzeichen etwa dem der Karnevalsdiskussion vom Frühjahr, wonach Indianerkostüme rassistisch sein und gar nicht mehr getragen werden sollen! Einerseits darf uns aus fremder Perspektive vorgeschrieben werden, was unserem eigenen Seinsverständnis zumutbar ist und was nicht. Andererseits sollen wir unsere Kultur ablegen, um uns ein fremdes Seinsverständnis zu eigen zu machen. Solche Gesinnungskorridore wird die AfD abschaffen!

Von |2019-07-08T15:49:24+00:00Juli 8th, 2019|Allgemein|0 Kommentare

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