AM Sachsen: Sport ist kein Mobbing!

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AM Sachsen: Sport ist kein Mobbing!

Die AM Sachsen hat die kanadische Kritik an der Schulsportdisziplin Völkerball als politisch völlig überzogen zurückgewiesen. Wer unterstellt, dass nicht wenige Schüler aus ihrer Schulzeit ein „veritables Völkerball-Trauma davongetragen“ hätten, „das sich bei manchen auch zu einer generellen Abneigung gegen Ballsport ausgeweitet“ habe, ohne dafür Belege zu liefern, agiert aus moralischer, nicht aber pädagogischer oder gar sportlicher Perspektive. Und wer gar behauptet, dass es sich bei Völkerball um legalisiertes Mobbing handelt, hat weder den Schulsport noch das Leben verstanden.Der online mit einem martialischen Foto bebilderte „Stern“-Artikel basiert auf einer kanadischen Studie, die demnächst auch in Europa erscheinen soll. Danach werde das Spiel als „unterdrückend“ und „entmenschlichend“ wahrgenommen; „Freundlichkeit, Empathie und Mitgefühl“ würden verschwinden. Gerade die stärkeren Schüler nutzten das Spiel, um schwächere Klassenkameraden zu demütigen. Prompt plädieren die Wissenschaftler dafür, für mehr Ausgewogenheit zu sorgen, auf einige Spiele zu verzichten und andere Disziplinen aufzunehmen wie Fitness oder Gymnastik. Sie schlagen zudem vor, dass Lehrer die Schüler selbst Spiele entwickeln lassen, wobei sich alle Kinder gemeinsam auf die Regeln einigen sollten.Mehr Weltfremdheit war selten. Die Realität besteht nun einmal aus Gegensätzen, die erstritten, ja ausgefochten sein wollen – das beginnt im zwischenmenschlichen Bereich auf familiärer, sozialer und auch schulischer Ebene und endet nicht zuletzt in der internationalen Diplomatie. Man lernt sich, seine Stärken und Schwächen ebenso kennen wie die der anderen und wird dadurch tatsächlich „auf die reale Welt vorbereit“. Das kritisieren die Studienautoren mit dem Verweis auf „Spielarten der Unterdrückung in Justiz und Politik“ und appellieren an Lehrer, auch „die schwächeren und stilleren Schüler im Blick zu haben“.Abgesehen davon, dass man diese Selbstverständlichkeit keinem Lehrer nahezubringen braucht: Das ist vereinseitigend, pazifizierend und linksgleichmacherisch. Es ist ja gerade der zu DDR-Zeiten hymnisch gefeierte Slogan „Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“, der dreißig Jahre später im anderen deutschen Staat als pädagogisch kontraproduktiv, ja falsch verurteilt wird! Welche Realität soll sich dabei verschoben haben? Es ist der Wunsch linksgrüner Utopisten, in einer gewaltlosen pseudokommunistischen Welt zu leben, die keinerlei mentale, soziale oder körperliche Unterschiede kennt. Das ist hanebüchen!Völkerball ist eine Form sportlich-spielerischer Welterfahrung. Wegen vermeintlicher Diskriminierung darauf zu verzichten stärkt die Starken, die sich in körperlicher Unangreifbarkeit wähnen, schwächt die Schwachen, die keine Chance auf körperliche Ertüchtigung erhalten, befördert Polarisierung und erreicht also das Gegenteil des „alle sollen sich Liebhabens“! Sport als körperbetontes Fach gleicht Defizite geistbetonter Fächer aus und trägt in summa zur Persönlichkeitsausprägung des Menschen bei. Diese Mißprägung wird in Sachsen deutlich, wo ab der Klasse 4 eine Stunde Sport wöchentlich entfallen soll – zugunsten vor allem von Gemeinschaftskunde. Das ist ein grundfalsches Signal, das die Schüler in ihrer Gesamtheit schwächt!

Von |2019-06-24T21:51:36+00:00Juni 24th, 2019|Allgemein|0 Kommentare

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