AM Sachsen: Absage der Leipziger Jahresausstellung ist Kotau vor linkem Faschismus!

//AM Sachsen: Absage der Leipziger Jahresausstellung ist Kotau vor linkem Faschismus!

AM Sachsen: Absage der Leipziger Jahresausstellung ist Kotau vor linkem Faschismus!

Die AM Sachsen hat die Absage der Leipziger Jahresausstellung als Kotau vor dem linken Kunstfaschismus der Stadt kritisiert. Wer den zunächst demokratisch legitimierten Künstler Axel Krause ausschließt, weil er in Internet Tatsachen benennt und im Kuratorium einer parteinahen Stiftung sitzt, wobei diese Partei ebenfalls demokratisch legitimiert ist, und dann aus Feigheit vor den Konsequenzen dieses Ausschlusses zurücktritt und die Ausstellung absagt, beschädigt das Ansehen der Jahresausstellung, der Stadt Leipzig, der Kunstszene Sachsens und nicht zuletzt der Demokratie. Das ist unwürdig und bestätigt einmal mehr nicht nur die AfD, sondern alle, die vor einer Einschränkung der Kunstfreiheit von links warnen.

Denn wie Rainer Schade, der Vorsitzende des Vereins, mehrfach erklärt hatte, könne jedes der über 100 Mitglieder mehrere Vorschläge machen, welche Künstler in dem Jahr ausstellen sollen. Daraufhin werde abgestimmt. „Was wissen wir von anderen Künstlern, die ebenfalls in der Liste sind, was diese privat oder politisch tun? Es gibt ja nicht nur das rechte Spektrum. Wir können nicht die Gesinnung unserer Künstler recherchieren, um zu schauen, ob sie ausstellungswürdig sind“, sagte er in der Süddeutschen Zeitung. Die Demokratie habe ergeben, dass Krause in diesem Jahr dabei sein soll.

Wes wirren Geistes die Kritiker sind, offenbart sich bei Daniel Krüger, der im DLF die Trennung von Werk und Künstler für nicht haltbar hält, denn „wenn man sich im Vorfeld politisch äußert, ist auch immer das Kunstwerk so rezipiert auf die Haltung des Künstlers.“ Und auch bei Felix Leffrank, der ebenfalls im DLF um den Begriff von Qualität der Kunst fabuliert: „Das finde ich den schwierigsten Begriff in der Debatte. Das geht zurück auf das autonome Kunstwerk, das unabhängig vom Autor an sich Qualität beanspruchen kann. Das funktioniert einfach nicht.“

Doch! Die Diskussion ist dieselbe wie die zur Emil-Nolde-Ausstellung, wonach es inzwischen gute und böse, weil einerseits ideologisch richtige und andererseits nationalsozialistische Blumen gibt! Diese irre Ansicht, dass Ideologie der Ästhetik übergeordnet ist, vertrat im Monopol-Magazin auch der Galerist Jochen Hempel, der die Satzung und das demokratische Auswahlverfahren des Vereins (!) für falsch hält, Krauses künstlerische Position als für die Ausstellung überflüssig herabwürdigte die einfache Mehrheit der Jury für ein Problem hält, das eine deutliche Provokation gegenüber der Entscheidung anderer Galerien darstelle. Dass es auch anders geht, zeigt die Galeristin Friederike Sehmsdorf, die in Potsdam den Maler ausstellt, der inzwischen selbst im Bundestag hängt.

Der Vorgang setzt eine ungute Reihe fort, in die auch die Besetzung der Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste HfbK fällt, deren Leiterin Barbara Lenk als Parteilose für die AfD zum Kreistag kandidierte. Wenn Kunststudenten fordern, dass Lenk umgehend ihre Arbeitsstelle an der HfBK oder ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit der AfD aufgibt, sind das genau die Methoden, die 1933 die Nazis anwandten. Twitter-Kommentare wie „Solidarische Grüße aus Leipzig!“ oder „Volle Solidarität! Danke für Euren Mut“ sowie die Kritisierung der Positionen der Hochschulleitung, die sich hinter Lenk stellte, lassen für die Zukunft von Kunst und Wissenschaft im Freistaat Sachsen das Schlimmste befürchten.

Von |2019-06-03T07:21:53+00:00Juni 3rd, 2019|Allgemein|0 Kommentare

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