AM Sachsen: Bildungsministerin wertet freiwillig Bildungsabschlüsse ab!

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AM Sachsen: Bildungsministerin wertet freiwillig Bildungsabschlüsse ab!

Die AM Sachsen hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vorgeworfen, mit dem neuen Berufsbildungsgesetzes (BBiG) die akademischen Grade Bachelor und Master für die Berufsausbildung zu kapern. Danach soll der Meister zum „Bachelor Professional“ und der Betriebswirt zum „Master Professional in Betriebswirtschaft“ werden. Schon die Begründung, damit vor allem im Ausland mehr Vergleichbarkeit und„international anschlussfähige Bezeichnungen“ zu schaffen, ist Unfug, da es in anderen Ländern diese Bezeichnungen überhaupt nicht gibt. Es sind reine Kopfgeburten deutscher Bürokratie, die nichts als Verwirrung stiften.

Vor allem aber ist das Anliegen kontraproduktiv, die Abschlüsse der beruflichen Fortbildung den Hochschulabschlüssen „gleichwertig“ zu stellen und zu behaupten, dass eine Differenzierung zu den Hochschultiteln dabei „ausreichend“ gewährleistet sei. Das Gegtenteil ist der Fall! Ein Berufsbachelor wertet die berufliche Bildung nicht auf, sondern universitäre Bildung ab. Berufliche Bildung wird nicht dadurch attraktiver, dass sie sich Abschlusstitel aus dem akademischen Bereich holt. Man muss ganz klar differenzieren, was Ergebnis von Fortbildung und was von dualem Studium sei.

Der Verdacht liegt nahe, dass diese Maßnahme auf die Gleichstellung von Universitäten, Fach- und Hochschulen mit den Berufsschulen hinausläuft. Das würde bedeuten, dass Karliczek ernsthaft annimmt, mit dieser Gleichmacherei das Selbstbewusstsein handwerklich geschickter Frauen und Männer zu stärken und sich eine „Aufwertung“ der beruflichen Bildung zu versprechen. Die Menschwerdung beginnt aber nicht erst mit der Erhebung zum Bachelor oder Master! Und wo bleibt der Anreiz zur Leistung, wenn ohnehin alle das Gleiche erreichen werden?

Unterschiede zu vertuschen, der Individualität das Wasser abzugraben und die Gesellschaft in eine graue Masse scheinbar gleich Gebildeter zu verwandeln, um sie leichter dirigieren zu können, wird zum Gegenteil des Erwünschten führen: Bewegt sich durch die Entwertung aller Titel alle auf dem selben Niveau, erlahmt die Gesellschaft. Das kann eine Bildungsministeriun nicht ernsthaft wollen. Wenn doch, ist sie eine Fehlbesetzung und sollte die Konsequenzen ziehen.

Von |2019-05-17T13:48:16+00:00Mai 17th, 2019|Aktuelle Mitteilungen|0 Kommentare

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