AM Sachsen: Österreich spricht das neue, bessere Deutsch

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AM Sachsen: Österreich spricht das neue, bessere Deutsch

Die AM Sachsen hat das Abstimmungsergebnis zum „Sprachwahrer des Jahres 2018“ der Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT als Armutszeugnis für das Mutterland der deutschen Sprache gewertet. Mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und dem Bundesministerium für Landesverteidigung Österreichs auf den ersten beiden Plätzen erreicht das Nachbarland 50 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Wenn Kanzler Kurz die Leser überzeugte, weil er unter anderem „Deutschklassen“ für Schüler mit mangelhaften Deutschkenntnissen durchsetzte und dafür sorgte, daß die Höhe der Sozialleistungen an Asylberechtigte von deren Willen zum Deutschlernen abhängt, wirft das ein bezeichnendes Licht auf die Defizite der deutschen Politik.

Und wenn Österreichs Verteidigungsministerium gewürdigt wird, weil es in seinen Schriftstücken auf das „Binnen-I“ verzichtet und Minister Mario Kunasek diese Haltung mit der „Unlesbarkeit“ und „Unverständlichkeit“ durch „feministische Sprachvorgaben“ begründet, wirft das ein ebenso bezeichnendes Licht auf die Verideologisierung unserer Sprache. Diese Verideologisierung wurde in Deutschland zuletzt durch die Stadtverwaltung Hannover und ihren „Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ vorangetrieben. Wähler sollen nun als „Wählende“ bezeichnet werden, aus einem Rednerpult wird ein „Redepult“. Die Stadt Gießen zog nach.

Dagegen starteten die Initiative „Stop Gendersprache jetzt” sowie zwei Tage später der Verein Deutsche Sprache Petitionen, die von prominenten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur unterstützt werden. Die taz hatte die Unterzeichner tatsächlich als „bezahlte Witzfiguren“, „nervtötend besserwisserisch Gestalten“ und „kleinbürgerliche Würstchen“ bezeichnet, deren „jämmerliche Parade“ zu einem „ideellen Gesamtkartoffelauflauf“ werde, und allen Ernstes eine „totale Sprachkontrolle“ interpretiert. Auch das wirft ein bezeichnendes Licht: auf die Instrumentalisierung von Sprache durch linke Politik – jede Vorschrift im Sinne von „Ihr müsst jetzt alle A statt B sagen“ ist ein Akt der Freiheitsberaubung. Bspw. wird allein an Wörtern wie „Mutter“ oder „Schwester“ deutlich, dass die Endung „-er“ nicht zwangsläufig nur Vertreter des männlichen Geschlechts beschreibt.

Sprache entwickelt sich nun mal aus sich selbst, war und ist aber schon immer auch ein Instrument der Machtausübung: Wird sie entstellt, dient das der Durchsetzung politischer Ziele. Den Sprachgebrauch durch künstliche Vorschriften ändern zu wollen ist eine unwissenschaftliche, totalitäre Praxis, die das Denken der Menschen zu manipulieren und letztlich die Meinungsfreiheit einzuschränken sucht. Wir gratulieren unseren südlichen Nachbarn zu der Auszeichnung, die zeigt, dass die “Ösis” inzwischen das neue, bessere Deutsch sprechen. Damit verbinden wir die Hoffnung, dass Österreich nun den deutschen Muttersprachlern „zeigt, wie’s geht“.

Von |2019-03-19T16:42:48+00:00März 19th, 2019|Allgemein|0 Kommentare

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