AM Sachsen: Mehr Geld nur mit mehr Migranten?

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AM Sachsen: Mehr Geld nur mit mehr Migranten?

Die AM Sachsen hat der Stadt München vorgeworfen, bei der Bezahlung von Erziehern gegen den grundgesetzlich verbrieften Gleichheitsgrundsatz zu verstoßen. Wenn die Nichterfüllung einer Migrantenquote von 50 % in städtischen Grundschul-Tagesheimen zur Herabstufung der Erzieher im TVöD führt, bedeutet das im Umkehrschluss, die Aufnahme deutscher Kinder zu unterbinden, um in der Gehaltsgruppe zu bleiben. Das ist sowohl für die Kinder der „schon länger hier Lebenden“ als auch für die Erzieher entwürdigend und diskriminierend.

Den Erziehern muss es vorkommen, als ob ihre gute Arbeit auch noch bestraft wird. Denn die Einrichtung genießt einen exzellenten Ruf, weshalb mehr deutsche Eltern einen Gastschulantrag für ihre Kinder stellen – was andererseits die sinkende Migrantenquote erklärt. Dass sich die Betroffenen darum zum Jahresende versetzen lassen wollen und die Kinder ihre Vertrauens- und Bezugspersonen verlieren, ist völlig nachvollziehbar. Dass 16 weitere Münchner Einrichtungen ebenso bedroht sind, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Personal- wie auf die Besoldungspolitik der bayrischen Landeshauptstadt.

Denn die Ungleichbehandlung legt den Schluss nahe, dass die pädagogische Arbeit mit Zuwandererkindern eine außerordentliche Anstrengung ist, die höher entlohnt werden muss. Dies unterstellt aber, dass diese Kinder per se schwerer zu erziehen sind als deutsche. Das ist Rassismus und spricht den vielbeschworenen Worthülsen von Integration und Teilhabe Hohn. Die Wähler Münchens und Bayerns werden diese Praxis am Wahlsonntag abstrafen.

Von |2018-10-12T11:43:15+00:00Oktober 12th, 2018|Aktuelle Mitteilungen, Allgemein|0 Kommentare

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